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Weil Familienbildungsstätten systemrelevant sind!

Weil Familienbildungsstätten systemrelevant sind!
Weil Familienbildungsstätten systemrelevant sind!
© tolmacho - pixabay.com

Die Landesarbeitsgemeinschaft der katholischen Familienbildungsstätten in Rheinland-Pfalz blickt mit großer Erwartung auf die im Koalitionsvertrag benannten Ziele der neuen Landesregierung. Vor allem- aber nicht nur in Zeiten der Pandemie - müssen Familien unterstützt, entlastet und begleitet werden, damit tragfähige Beziehungen und Begegnungen lebenslang gestaltet werden können.

Das Telefon klingelt, ein Elternteil meldet sich bei einer der 20 anerkannten Familienbildungsstätten im Land Rheinland-Pfalz - überfordert, fragend und unsicher. Dieser Anruf ist stellvertretend für so viele Familien, die Unterstützung suchen und für die Familienbildungsstätten passgenaue Angebote, Beratung und Begleitung anbieten.

Die Familienbildungsstätten orientieren sich in ihrer Arbeit an dem im Kinder- und Jugendhilfegesetz dargelegten Anspruch. Das bedeutet: Familienleben unterstützen und Erziehungskompetenz stärken, Bildung und Begegnung für Familien ermöglichen, Gesundheit in der Familie fördern, berufliche Weiterbildung und Qualifizierung anbieten, mit Fachtagungen zu Diskurs und Praxistransfer für Fachkräfte und Entscheidungsträger*innen anregen und ein Netzwerk im Gemeinwesen bilden, von dem Multiplikator*innen und Familien profitieren.

Familienbildungsstätten leisten überall und jeder Zeit - nicht nur zu Zeiten der Pandemie - einen wertvollen und unverzichtbaren Beitrag für die unterschiedlichsten Anliegen der Familien und erfüllen damit eine wichtige gesellschaftliche Funktion. Sie sind Anlaufstelle ab der Nachricht einer Schwangerschaft bis hin zu Angeboten für Senior*innen. Als starke Netzwerkpartner*innen verbinden sie kommunale Strukturen und sorgen so für die Vermeidung unnötiger Doppelstrukturen.

Familienbildung erfüllt die von ihr übernommenen bzw. an sie gestellten vielfältigen Aufgaben in anerkannt hoher Qualität. Diese Anliegen werden von den direkten Zielgruppen, den Jugendämtern, Kooperationspartner*innen u.v.m. formuliert. Um dies auch in Zukunft leisten zu können, bedarf es stabiler und verlässlicher Planungs- und Rahmenbedingungen personeller und struktureller Natur.

Familienbildungsstätten sind Bildungseinrichtungen und gehören damit zur systemrelevanten Infrastruktur. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Familienbildung erkennt sich stetig verändernde Bedarfe alters- und lebensphasenorientiert und kann darauf zeitnah, flexibel und für die jeweilige Kommune passgenau reagieren, indem sie diese aufgreift und entsprechende Angebote entwickelt. So unterstützt sie Familien mit elementarsten Leistungen – grundsätzlich, aber auch gerade in herausfordernden Zeiten, bei Umbrüchen, Notlagen oder Konfliktsituationen.

Die Familienbildung benötigt für ihre Arbeit Sicherheit und Stabilität und die Anerkennung ihrer Leistungen insbesondere auch in Form planbarer und nachhaltiger Finanzierung.

Die Politik muss die Systemrelevanz der unterstützenden Angebote und Einrichtungen ausbauen und dies in entsprechenden Beschlüssen und Maßnahmen – auch finanziell – umsetzen, sonst bleibt das Wohl von Familien und Kindern gefährdet.

Weitere Informationen zu den Angeboten der Familienbildung vor Ort:

Katholische Familienbildungsstätte Westerwald/Rhein-Lahn
Katholische Familienbildungsstätte Westerwald/Rhein-Lahn
Auf dem Kalk 1156410Montabaur
Tel.:02602 680233
Landesarbeitsgemeinschaft der Katholischen Familienbildungsstätten in Rheinland-Pfalz
Wilhelm-Leuschner-Straße 556565Neuwied

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