Selbstverständnis der Katholischen Familienbildungsstätten
als katholische Fachstellen für Familienarbeit

Die katholischen Familienbildungsstätten des Bistums Limburg sind anerkannte Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe auf der Grundlage des §16 KJHG:


Förderung der Erziehung in der Familie - § 16
Allgemeine Förderung der Erziehung in der Familie

(1) Müttern, Vätern, anderen Erziehungsberechtigten und jungen Menschen sol­len Leistungen der allgemeinen Förderung der Erziehung in der Familie angebo­ten werden. Sie sollen dazu beitragen, dass Mütter, Väter und andere Erzie­hungsberechtigte ihre Erziehungsverantwortung besser wahrnehmen können. Sie sollen auch Wege aufzeigen, wie Konfliktsituationen in der Familie gewaltfrei ge­löst werden können.


2) Leistungen zur Förderung der Erziehung in der Familie sind insbesondere

a. Angebote der Familienbildung, die auf Bedürfnisse und Interessen sowie auf Erfahrungen von Familien in unterschiedlichen Lebenslagen und Erziehungs­situationen eingehen, die Familie zur Mitarbeit in Erziehungseinrichtungen und in Formen der Selbst- und Nachbarschaftshilfe besser befähigen sowie junge Men­schen auf Ehe, Partnerschaft und das Zusammenleben mit Kindern vorbereiten,

b. Angebote der Beratung in allgemeinen Fragen der Erziehung und Entwicklung junger Menschen,

c. Angebote der Familienfreizeit und der Familienerholung, insbesondere in be­lastenden Familiensituationen, die bei Bedarf die erzieherische Betreuung der Kinder einschließen.

(3) Das Nähere über Inhalt und Umfang der Aufgaben regelt das Landesrecht.



Darüber hinaus sind sie als katholische Fachstellen für Familienarbeit regionale Außenstellen der Abteilung Familien und Generationen im Dezernat Kinder, Jugend und Familie des Bistums Limburg. Ihr Profil sowohl im Hinblick auf den gesellschaft­lichen als auch den pastoralen Auftrag ist in den folgenden Leitsätzen zum Selbst­verständnis zusammengefasst:

Selbstverständnis der katholischen Familienbildungsstätten (kath. Fachstellen für Familienarbeit) in der Abteilung Familien und Generationen im Dezernat Kinder, Jugend und Familie. 

1. Die katholischen Familienbildungsstätten unterstützen und begleiten Fami­lien in ihrem Erziehungsauftrag und wenden sich insbesondere an Mütter und Väter in der Anfangsphase ihrer Elternschaft. Sie begleiten die Eltern auf dem Weg der eigenen Sinnsuche, unterstützen sie bei der Weitergabe des Glaubens an ihre Kin­der und fördern die Umsetzung einer werteorientierten Erziehungshaltung.

2. Die katholischen Familienbildungsstätten bieten soziale Netzwerke für Familien und erreichen damit sowohl christlich orientierte als auch der kath. Kirche fernstehende Menschen. Sie bieten Eltern und Erziehenden, die von besonders belastenden Lebenslagen betroffen sind, sowohl Gesprächs- und Austauschmög­lichkeiten als auch Informations- und Bildungsveranstaltungen durch Fachreferent/-innen.

3. Die katholischen Familienbildungsstätten führen ihre Angebote sowohl zentral (in eigenen Räumen) als auch dezentral in den Pfarrgemeinden und pasto­ralen Räumen der jeweiligen Region durch. Sie unterstützen die haupt- und ehren­amtlichen Mitarbeiter/-innen in der gemeindlichen Ehe- und Familienpastoral und stehen beim Aufbau von neuen Angeboten der Familienarbeit beratend und beglei­tend zur Verfügung.

4. Die katholischen Familienbildungsstätten kooperieren im Sinne einer integra­tiven Familienpastoral mit den kath. Kindertagesstätten, insbesondere bei der Durchführung und Begleitung von Elternbildungsprogrammen (Kess erziehen) und Angeboten zur religiösen Orientierung von Eltern und Kindern.

5. Die katholischen Familienbildungsstätten sorgen für die Vernetzung familien­bezogener Dienste in der jeweiligen Region, fördern den Informationsaus­tausch der entsprechenden Institutionen untereinander, sorgen für die Weitergabe von Informationen aus dem Bischöflichen Ordinariat und organisieren bei Bedarf Pla­nungsgespräche (Familienkonferenz bzw. runder Tisch Familie).

KONTAKT

Familienbildung Westerwald/Rhein-Lahn

Auf dem Kalk 11

56410 Montabaur

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